Peer Reviews

Walkthroughs (2) – Planen

Nachdem wir letzte Woche Sinn und Zweck eines Walkthroughs angesprochen haben, wollen wir nun sehen, wie so ein Walkthrough durchgeführt werden könnte.

Der Autor wählt typischerweise Prüfer aus, die über ein zum Reviewobjekt entsprechendes Fachwissen verfügen und an der Verbesserung des Arbeitsergebnisses interessiert sind. Das Walkthrough erfordert in der Regel keine Vorbereitung der Prüfer, so dass der Autor ohne größere Vorlaufzeit zum Walkthrough Meeting einladen kann.

Zeitverschreibung

Falls Zeitverschreibung auf Projekte und Vorgänge in Ihrer Firma eine Rolle spielt, sollte der Autor schon in der Einladung angeben, worauf die geladenen Prüfer den Aufwand verbuchen können.

Da die Durchführung eines Walkthroughs in der Regel keine Vorbereitung der Prüfer bedarf, werden Walkthroughs meist nicht explizit vom Projektleiter im Projektplan eingeplant; alle Teilnehmer verbuchen auf einen allgemeinen Vorgang, den der Projektleiter für informale Reviews vorgesehen hat.

Teilnehmer

Die Anzahl der Prüfer hängt vom beabsichtigten Zweck des Walkthroughs ab. Möchte sich der Autor eher seine Herangehensweise absichern lassen, sind neben ihm in der Regel drei weitere Prüfer genug. Möchte der Autor jedoch vor allem das Verständnis seines Arbeitsergebnisses bei seinen Kollegen erhöhen, ist die Teilnehmerzahl im Grunde nur davon begrenzt, inwiefern die Informationen noch effektiv kommuniziert werden können. Es sollten jedoch nur Kollegen teilnehmen, die einen Benefit aus dem Walkthrough für Ihre Arbeit ziehen.

Die Prüfer brauchen kein spezielles Training, um an Walkthroughs teilzunehmen, müssen aber über entsprechendes Fachwissen zum Reviewobjekt verfügen. Idealerweise nehmen Prüfer teil, die das zu betrachtende Arbeitsergebnis aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

Wie viele Teilnehmer haben Sie in der Regel in einem Walkthrough sitzen?

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Thomas Schneider

Ich leite derzeit das Business Process Management (BPM) bei Raytheon Anschütz in Kiel, zuvor das Prozessmanagement im Engineering, bis 2008 in einem deutsch-japanischen Jointventure im Bosch-Konzern. Ich bin diplomierter Informatiker und begeistere mich neben den klassischen Prozessmanagement-Themen für Software-Tools und Digitalisierung.

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