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	<title>Prozessblog &#187; Peer Reviews</title>
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	<description>Prozessverbesserung nach CMMI &#38; Co.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 16:24:50 +0000</lastBuildDate>
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		<title>CMMI und Peer Reviews</title>
		<link>http://prozessblog.de/20100416-cmmi-und-peer-reviews</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 07:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peer Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzmodelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Code Junkie Basti, unser Projektleiter Andreas und Q-Mann Wolfgang nun ihre kleinen Meinungsdifferenzen über das richtige Maß an Formalität von Peer Reviews beseite legen konnten (siehe Artikel Wieviel Review hätten&#8217;s denn gern?), fragen sich die drei aber heute, was denn eigentlich CMMI zu den Peer Reviews sagt. &#8220;Pah, nichts wird drin stehen&#8221;, meckert Wolfgang; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_72" class="wp-caption alignright" style="width: 125px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827327849?ie=UTF8&amp;tag=prozessblogde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3827327849" target="_blank"><img class="size-full wp-image-72 " title="cmmi_buch_deu" src="http://prozessblog.de/wp-content/uploads/2010/02/cmmi_buch_deu.jpg" alt="" width="115" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Seite 620ff.</p></div>
<p>Nachdem Code Junkie <em>Basti</em>, unser Projektleiter <em>Andreas</em> und Q-Mann <em>Wolfgang</em> nun ihre kleinen Meinungsdifferenzen über das richtige Maß an Formalität von Peer Reviews beseite legen konnten (siehe Artikel <a href="http://prozessblog.de/20100326-wieviel-review-haettens-denn-gern"><em>Wieviel Review hätten&#8217;s denn gern?</em></a>), fragen sich die drei aber heute, was denn eigentlich CMMI zu den Peer Reviews sagt.</p>
<p>&#8220;Pah, nichts wird drin stehen&#8221;, meckert Wolfgang; er ist noch nicht wirklich überzeugt, dass dieses neumodische Modell wirklich mehr bringen soll als sein verehrter ISO-Standard. Währenddessen blättert Andreas in der deutschsprachigen Ausgabe des Buches: &#8220;Doch, hier hinten im Glossar ist es schon mal erwähnt. <em>Peer-Review: Prüfung von Arbeitsergebnissen durch Gleichrangige während der Entwicklung der Arbeitsergebnisse, um zu beseitigende Mängel zu entdecken.</em>&#8220;, zitiert er. Basti guckt grinsend hinter seinem Laptop hoch. Er hat sich inzwischen das <a href="http://www.sei.cmu.edu/library/assets/cmmi-dev-v12-g.pdf" target="_blank">PDF</a> gezogen und nach dem Begriff durchsucht. &#8220;<em>Mehr zur Durchführung von Peer-Reviews steht im Prozessgebiet Verifizierung</em>&#8220;, findet er heraus.</p>
<p>Und tatsächlich! Auch wenn CMMI kein eigenes Prozessgebiet für Peer Reviews vorsieht, widmet es den Prüfungen durch Gleichgestellte doch ein eigenes <em>Spezifisches Ziel</em>, nämlich <em>Specific Goal (SG) 2</em> im Prozessgebiet <em>Verifizierung</em>: &#8220;Peer-Reviews werden für ausgewählte Arbeitsergebnisse durchgeführt&#8221;. Als Ziel ist es ein erforderliches Element in einem Appraisal – an Peer Reviews kommt also keiner herum, sollte auch keiner, wie wir schon gelernt haben (siehe Artikel <a href="http://prozessblog.de/20100129-was-bringen-peer-reviews"><em>Was bringen Peer Reviews?</em></a>).</p>
<p>Die drei <em>Practices</em>, die das Ziel dann aufweist, sind recht simpel zu verstehen, nämlich</p>
<ol>
<li>Peer-Reviews vorbereiten</li>
<li>Peer-Reviews durchführen</li>
<li>Daten aus Peer-Reviews analysieren</li>
</ol>
<h3>VER SP 2.1 Peer-Reviews durchführen</h3>
<p>Die genannten Schritte zur Vorbereitung könnten sich auch in der Beschreibung einer Peer Review Methode wiederfinden. Hier geht es darum, für jedes einzelne Peer Review zu entscheiden, wie formal es durchgeführt werden soll, wer die Prüfer sind, welche Metriken erfasst werden sollen und wie die Ein- und Ausgangskriterien lauten. Hier geht es um Review-Checklisten zu bestimmten Arbeitsergebnistypen, um die Festlegung der Zeitpunkte von Peer Reviews (Peer-Review-Zeitplan) und darum, dass der Autor oder Reviewleiter das Reviewobjekt rechtzeitig verteilt.</p>
<p>Die meisten dieser Punkte sollten grundsätzlich festgeschrieben sein, bspw. in der <em>Peer Review Guideline</em> und einer entsprechenden <em>Vorlage</em> für das <em>Reviewprotokoll</em>.</p>
<h3>VER SP 2.2 Peer-Reviews durchführen</h3>
<p>Hier geht es nun um das Auffinden von Fehlern und Unzulänglichkeiten im untersuchten Arbeitsergebnis. Fehler und offene Punkte werden dokumentiert, damit der Autor sie lösen kann. Ein weiteres Peer Review des selben Arbeitsergebnisses kann erforderlich  sein.</p>
<h3>VER SP 2.3 Daten aus Peer-Reviews analysieren</h3>
<p><em>Measurement and Analysis</em> lässt grüßen in dieser Practice. Definierte Metriken werden erhoben und für künftige Analysen gespeichert. Dabei ist insb. in Deutschland auf datenschutzrechtliche Sicherung zu achten. Die erhobenen Daten sollten nicht zur Leistungsbewertung von Mitarbeitern verwendet werden können.</p>
<p>Sinnvolle Daten könnten die folgenden sein:</p>
<ul>
<li>Produktname und Produktgröße zur Klassifizierung der Daten</li>
<li>Zusammensetzung des Review-Teams (Rollen)</li>
<li>Art (Formalität) des Peer Reviews</li>
<li>Vorbereitungszeit aller Prüfer und Dauer der Review-Besprechung</li>
<li>Größe des Arbeitsergebnisses bspw. in Anzahl Zeilen</li>
<li>Anzahl, Schwere, Typ, Ursprung der Fehler</li>
<li>Phase, in der die Fehler gemacht wurden</li>
</ul>
<p>Es ließen sich daraus gewisse Metriken errechnen, die man im Laufe der Zeit optimieren könnte:</p>
<ul>
<li>Erkennungsrate: Anzahl Fehler / Anzahl Zeilen</li>
<li>Erkennungseffizienz: Anzahl Fehler / Benötigte Zeit</li>
</ul>
<p>Sie sehen, CMMI verlängt Peer Reviews und zwar nicht nur die Durchführung, sondern auch die Analyse und damit die ständige Verbesserung des Prozesses. Die <em>Process Area</em> <em>Verification</em> ist auf <em>Maturity Level 3</em>.</p>
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		<title>Wieviel Review hätten&#8217;s denn gern?</title>
		<link>http://prozessblog.de/20100326-wieviel-review-haettens-denn-gern</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 08:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peer Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Art und Weise, ein Peer Review durchzuführen, kann ja so unterschiedlich sein. Da haben wir Basti, Software-Entwickler, frisch von der Uni, aber fit im programmieren. Basti genügt es, wenn sein Kollege &#8216;mal eben rüberschaut&#8217; über die Designspezifikation seiner Software-Komponente. Andreas, sein Projektleiter, kann das nicht gut heißen. Er hat schon einige Jahre Projekterfahrung hinter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Art und Weise, ein <em>Peer Review</em> durchzuführen, kann ja so unterschiedlich sein. Da haben wir <strong>Basti</strong>, Software-Entwickler, frisch von der Uni, aber fit im programmieren. Basti genügt es, wenn sein Kollege &#8216;mal eben rüberschaut&#8217; über die Designspezifikation seiner Software-Komponente. <strong>Andreas</strong>, sein Projektleiter, kann das nicht gut heißen. Er hat schon einige Jahre Projekterfahrung hinter sich und ist überzeugter Protokollschreiber. &#8220;Was nicht protokolliert wird, ist nicht passiert&#8221;, ist seine Divise. Und so besteht Andreas auf ein Reviewprotokoll, in dem die identifizierten <em>Findings</em> aufgelistet sind. <strong>Wolfgang</strong> ist Qualitätssicherer aus Überzeugung und legt schon von Berufs wegen Wert auf Unabhängkeit. &#8220;Ein richtiges Peer Review muss von einem unabhängigen Moderator geleitet werden&#8221;, postuliert er. Andreas ist dagegen: &#8220;Das bindet zu viele Ressourcen in meinem Projekt!&#8221; Basti stöhnt: &#8220;Ich wollte doch eigentlich nur eben meine Komponente <em>coden</em>&#8230;&#8221;</p>
<p>Wer hat denn nun Recht? Wie läuft ein &#8220;richtiges&#8221; Peer Review ab? Wieviel Aufwand muss man treiben? Die Standardantwort (<em>&#8220;It depends.&#8221;</em>) passt natürlich auch hier: Es kommt drauf an. Es kommt drauf an, wie wichtig mein Arbeitsergebnis ist. So würde ich mich einer Anforderungsspezifikation bestimmt intensiver widmen als der Überarbeitung der Testspezifikation einer Komponente, die schon seit Jahren in Betrieb ist. Vielleicht aber auch nicht, denn die Testfälle, die hinzugefügt wurden, sollen nun endlich die immer wieder auftauchenden Probleme der Komponente lösen.</p>
<p>Es kommt auch drauf an, in welchem Zustand sich ein Arbeitsergebnis befindet. Bei den Artikeln zu den (informaleren) <em>Walkthroughs</em> haben wir schon festgestellt, dass diese eher angewendet werden, wenn das Arbeitsergebnis vielleicht ein Drittel fertig ist, um sich die Richtung bestätigen zu lassen. Vor der endgültigen Freigabe eines Projekthandbuches müsste ich aber doch sehr wohl etwas mehr Formalität an den Tag legen, bestimmt doch dieses Wesentliches im weiteren Projektverlauf.</p>
<p>Was aber unterscheidet nun die unterschiedlichen <em>Peer Review Methoden</em>? Basti, Andreas und Wolfgang haben schon einige afugedeckt.</p>
<ul>
<li>Der Einsatz eines <strong>Reviewleiters </strong>kann sinnvoll sein, da er den <em>Peer Review</em> Prozess kennt und als geschulter Moderator im Führen von Meetings erfahren ist.</li>
<li>Ein gewisses Maß an <strong>Konfigurationsmanagement</strong> erleichtert das <em>Peer Review</em>. Dazu zählt zum einen, das Dokument &#8220;aufzuräumen&#8221;, mit Zeilennummern zu versehen, auf Rechtschreibfehler zu prüfen und Kommenatre zu entfernen. Zum anderen sollte für das Review die Unveränderbarkeit des <em>Reviewobjekts</em> sichergestellt werden, damit alle Reviewer die selbe Version des Arbeitsergebnisses prüfen.</li>
<li>Für größere <em>Peer Reviews</em> macht es oft Sinn, ein <strong>Review Kickoff</strong> durchzuführen, in dem der Reviewleiter oder der Autor kurz das Vorgehen erläutert, einen Überblick über das zu prüfende Arbeitsergebnis liefert und evtl. verschiedene Schwerpunkt-Sichten an die Reviewer verteilt.</li>
<li>Entscheindend ist dann bei allen <em>Peer Reviews</em> aus meiner Sicht, dass sich die Reviewer das Arbeitsergebnis <strong>&#8220;offline&#8221;</strong> ansehen und ihre Anmerkungen notieren. Diese Vorbereitung ist wichtiger als ein anschließendes Reviewmeeting. In diesem sollten die gefundenen <em>Findings</em> nur noch besprochen werden, so dass der Autor weiß, was gemeint war.</li>
<li>In einem sehr reifen Reviewprozess kann man nach einem <em>Peer Review</em> die gefundenen Unzulänglichkeiten <strong>analysieren</strong>, um Kernursachen für Fehler zu identifizieren. Diese können dann in Checklisten eingearbeitet werden, um die selben Fehler zukünftig zu vermeiden.</li>
</ul>
<p>Grundsätzlich macht es also Sinn, sich mehrere <em>Peer Review Methoden</em> zu definieren, die dann jeweils die oben genannten Elemente einbinden oder eben nicht. Neben dem Walkthrough schlage ich den informalen <em>Buddy Check</em> (&#8220;Schau mal rüber&#8221;) vor, darüber hinaus aber auch ein formaleres <em>Technisches Review </em>mit <em>Offline Review</em> und Reviewprotokoll, sowie die sehr formale <em>Inspektion</em>, die nicht vom Autor selbst, sondern von einem Reviewleiter geführt wird.</p>
<p>Also, Basti, Andreas und Wolfgang, ich denke, Ihr alle hattet irgendwie Recht.</p>
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		<title>Walkthroughs (3) – Durchführen</title>
		<link>http://prozessblog.de/20100226-walkthroughs-durchfuehren</link>
		<comments>http://prozessblog.de/20100226-walkthroughs-durchfuehren#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 23:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peer Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir in den letzten Wochen gesehen haben, was Walkthroughs sind und wie man sie plant, wollen wir heute mal diskutieren, wie so ein Walkthrough durchgeführt werden könnte. Hier also ein Vorschlag, der natürlich gerne kommentiert werden darf. Der Autor erklärt zu Beginn des Walkthroughs, wie das Walkthrough Meeting abläuft. Es besteht in der Regel aus den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: normal;">Nachdem wir in den letzten Wochen gesehen haben, was Walkthroughs sind und wie man sie plant, wollen wir heute mal diskutieren, wie so ein Walkthrough durchgeführt werden könnte. Hier also ein Vorschlag, der natürlich gerne kommentiert werden darf.</span></p>
<p>Der Autor erklärt zu Beginn des <em>Walkthroughs</em>, wie das <em>Walkthrough Meeting</em> abläuft. Es besteht in der Regel aus den folgenden zwei Abschnitten:</p>
<ul>
<li>der Autor präsentiert das Reviewobjekt</li>
<li>der Autor moderiert eine Kommentarrunde</li>
</ul>
<h4>Präsentation des Reviewobjekts</h4>
<p>Der Autor stellt sein Arbeitsergebnis den Teilnehmern vor, so dass diese den Inhalt des Reviewobjekts verstehen. Sind die Prüfer mit dem Reviewobjekt noch nicht vertraut, sollte der Autor das Arbeitsergebnis schrittweise vorstellen, ohne irgendwelchen Inhalt auszulassen. In der Regel wird der Autor sein Arbeitsergebnis sogar Wort für Wort vorlesen. Das hört sich zunächst übertrieben an, ist aber notwendig, wenn der Inhalt des Arbeitsergebnisses für die Teilnehmer gänzlich neu ist.</p>
<p>Wurde vorher schon mal ein Review zu dem Arbeitsergebnis durchgeführt, an dem alle anwesenden Prüfer beteiligt waren, ist es ausreichend, nur auf die geänderten Stellen einzugehen.</p>
<p>Die Prüfer machen sich parallel Notizen, die sie in der anschließenden Kommentarrunde anmerken.</p>
<h4>Kommentarrunde</h4>
<p>In der Kommentarrunde bringt jeder Prüfer seine notierten Reviewanmerkungen hervor. Der Autor notiert diese idealerweise in einem <em>Reviewprotokoll </em>oder macht entsprechende Anmerkungen direkt im Reviewobjekt. Die folgenden Spielregeln sind denkbar:</p>
<ul>
<li>Die Gruppe einigt sich vorher auf ein Zeitlimit für die Kommentarrunde.</li>
<li>Jeder Prüfer bringt reihum jeweils eine Reviewanmerkung hervor, die unter Angabe des Prüfers im Reviewprotokoll notiert wird.</li>
<li>Prüfer können in einer Runde aussetzen (&#8220;Ich passe.&#8221;) und wieder eine Reviewanmerkung in der folgenden Runde bringen.</li>
<li>Jede Reviewanmerkung muss irgendein Defizit im Arbeitsergebnis identifizieren.</li>
<li>Es liegt im Ermessen des Autors, inwiefern er auch die Diskussion von Lösungsansätzen zulässt.</li>
<li>Jede Reviewanmerkung muss allen Teilnehmern klar sein, bevor sie im Reviewprotokoll erfasst wird.</li>
<li>Persönliche Kritik ist verboten. Reviewanmerkungen beziehen sich auf das Arbeitsergebnis, nicht auf den Autor.</li>
</ul>
<p>Die Kommentarrunde endet, wenn alle Teilnehmer aussetzen oder das Zeitlimit erreicht ist.</p>
<h4>Variationen</h4>
<p>Statt der Aufteilung in Präsentation und Kommentarrunde kann sich der Autor auch dazu entschließen, sein Arbeitsergebnis abschnittsweise zu präsentieren und nach jedem Abschnitt Kommentare zuzulassen, die er als Reviewanmerkungen notiert.</p>
<h4>Reviewanmerkungen beheben</h4>
<p>Nach dem eigentlichen <em>Walkthrough Meeting</em> behebt der Autor die protokollierten Reviewanmerkungen in seinem Arbeitsergebnis. Der Autor ist Eigner des Dokuments und entscheidet selbst, welche Reviewanmerkungen er behebt und welche nicht. Eine erneute Prüfung durch die Prüfer ist nicht Bestandteil desselben <em>Walkthroughs</em>.</p>
<p>Soweit der Vorschlag der Durchführung eines Reviews. Was meinen Sie? Ist die Aufteilung in Präsentation und Kommentarrunde zu künstlich?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Walkthroughs (2) – Planen</title>
		<link>http://prozessblog.de/20100219-walkthroughs-planen</link>
		<comments>http://prozessblog.de/20100219-walkthroughs-planen#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 23:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peer Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir letzte Woche Sinn und Zweck eines Walkthroughs angesprochen haben, wollen wir nun sehen, wie so ein Walkthrough durchgeführt werden könnte. Der Autor wählt typischerweise Prüfer aus, die über ein zum Reviewobjekt entsprechendes Fachwissen verfügen und an der Verbesserung des Arbeitsergebnisses interessiert sind. Das Walkthrough erfordert in der Regel keine Vorbereitung der Prüfer, so dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir letzte Woche Sinn und Zweck eines Walkthroughs angesprochen haben, wollen wir nun sehen, wie so ein Walkthrough durchgeführt werden könnte.</p>
<p>Der Autor wählt typischerweise Prüfer aus, die über ein zum Reviewobjekt entsprechendes Fachwissen verfügen und an der Verbesserung des Arbeitsergebnisses interessiert sind. Das Walkthrough erfordert in der Regel keine Vorbereitung der Prüfer, so dass der Autor ohne größere Vorlaufzeit zum <em>Walkthrough Meeting</em> einladen kann.</p>
<h4>Zeitverschreibung</h4>
<p>Falls Zeitverschreibung auf Projekte und Vorgänge in Ihrer Firma eine Rolle spielt, sollte der Autor schon in der Einladung angeben, worauf die geladenen Prüfer den Aufwand verbuchen können.</p>
<p>Da die Durchführung eines Walkthroughs in der Regel keine Vorbereitung der Prüfer bedarf, werden Walkthroughs meist nicht explizit vom Projektleiter im Projektplan eingeplant; alle Teilnehmer verbuchen auf einen allgemeinen Vorgang, den der Projektleiter für informale Reviews vorgesehen hat.</p>
<h4>Teilnehmer</h4>
<p>Die Anzahl der Prüfer hängt vom beabsichtigten Zweck des <em>Walkthroughs </em>ab. Möchte sich der Autor eher seine Herangehensweise absichern lassen, sind neben ihm in der Regel drei weitere Prüfer genug. Möchte der Autor jedoch vor allem das Verständnis seines Arbeitsergebnisses bei seinen Kollegen erhöhen, ist die Teilnehmerzahl im Grunde nur davon begrenzt, inwiefern die Informationen noch effektiv kommuniziert werden können. Es sollten jedoch nur Kollegen teilnehmen, die einen Benefit aus dem <em>Walkthrough </em>für Ihre Arbeit ziehen.</p>
<p>Die Prüfer brauchen kein spezielles Training, um an <em>Walkthroughs </em>teilzunehmen, müssen aber über entsprechendes Fachwissen zum Reviewobjekt verfügen. Idealerweise nehmen Prüfer teil, die das zu betrachtende Arbeitsergebnis aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.</p>
<p>Wie viele Teilnehmer haben Sie in der Regel in einem <em>Walkthrough</em> sitzen?</p>
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		<title>Walkthroughs (1) – Sinn und Zweck</title>
		<link>http://prozessblog.de/20100212-walkthroughs-sinn-und-zweck</link>
		<comments>http://prozessblog.de/20100212-walkthroughs-sinn-und-zweck#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 23:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peer Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Reviewmethode beschreibt das Vorgehen für ein Review. Je nach Zustand und Wichtigkeit eines Arbeitsergebnisses und Intention des Reviews wird der Grad an Formalität für ein Peer Review entsprechend gewählt. Sehr formale Peer Review Methoden werden oft Inspektionen genannt, weniger formale einfach Technische Reviews bis zu den Buddy Checks („Schau mal rüber!“), ein Begriff aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <strong>Reviewmethode</strong> beschreibt das Vorgehen für ein Review. Je nach Zustand und Wichtigkeit eines Arbeitsergebnisses und Intention des Reviews wird der Grad an Formalität für ein <em>Peer Review</em> entsprechend gewählt. Sehr formale <em>Peer Review Methoden</em> werden oft <em>Inspektionen</em> genannt, weniger formale einfach <em>Technische Reviews</em> bis zu den <em>Buddy Checks</em> („Schau mal rüber!“), ein Begriff aus dem Taucher-Jargon, wo ein Taucher Sitz und Funktion der Ausrüstung des anderen prüft, kurz bevor es in die Tiefen geht.</p>
<p>Das <strong>Walkthrough </strong>ist eine informale Reviewmethode, bei dem der Autor den Inhalt seines Arbeitsergebnisses in einem Meeting den anwesenden Prüfern erläutert, indem er es sukzessive vorliest. Die Prüfer haben die Chance, auf Probleme oder Unklarheiten hinzuweisen oder Verständnisfragen zu klären.</p>
<p>Ein Walkthrough kann somit als &#8220;Peer Group Diskussion&#8221; verstanden werden. Wie bei allen <em>Peer Reviews</em> hat auch das <em>Walkthrough</em> zum Ziel, Fehler und Verbesserungspotential im Arbeitsergebnis zu identifizieren. Im Gegensatz zu anderen Reviewmethoden hat das <em>Walkthrough</em> aber einen relativ großen Kommunikations- und Schulungscharakter. Es eignet sich daher besonders gut als zum Vorstellen eines Dokumentes in der Entstehung und zur Klärung eines gewählten Ansatzes. Bei weitergehender Fertigstellung können dann andere Reviewmethoden einen stärkeren Schwerpunkt auf das Finden von Fehlern legen. Ein <em>Walkthrough</em> allein ist keinesfalls ausreichend für die abschließende Prüfung eines Arbeitsergebnisses.</p>
<p>Ein Walkthrough wird also durchgeführt, um</p>
<ul>
<li>einen ersten Entwurf oder Ansatz vorzustellen und Feedback einzuholen</li>
<li>gemeinsam Unstimmigkeiten aufzudecken</li>
<li>mit Kollegen Alternativen zu hinterfragen</li>
<li>das Reviewobjekt zu verbessern</li>
<li>Kollegen den Inhalt eines Reviewobjekts nahe zu bringen</li>
</ul>
<p>Nächstes Mal schauen wir uns an, wie man so ein <em>Walkthrough</em> plant und durchführt. Wie ist das in Ihrer Firma? Führen Sie Walkthroughs durch?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was bringen Peer Reviews?</title>
		<link>http://prozessblog.de/20100129-was-bringen-peer-reviews</link>
		<comments>http://prozessblog.de/20100129-was-bringen-peer-reviews#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 23:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peer Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir letzte Woche grob geklärt haben, was Peer Reviews denn nun eigentlich sind, will ich im folgenden Mal die wichtigsten Benefits aufzählen. Qualität steigern Eines der offensichtlichsten Ziele ist es, die Qualität der Arbeitsergebnisse zu steigern. Dokumente, die in einem oder mehreren Peer Reviews geprüft wurden, sind von höherer Qualität, denn identifizierte Fehler, Unstimmigkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir letzte Woche grob geklärt haben, was <em>Peer </em>Reviews denn nun eigentlich sind, will ich im folgenden Mal die wichtigsten Benefits aufzählen.</p>
<h3>Qualität steigern</h3>
<p>Eines der offensichtlichsten Ziele ist es, die Qualität der Arbeitsergebnisse zu steigern. Dokumente, die in einem oder mehreren Peer Reviews geprüft wurden, sind von höherer Qualität, denn identifizierte Fehler, Unstimmigkeiten und Widersprüche konnten beseitigt werden. Der Autor kann dadurch ein besseres Arbeitsergebnis abliefern, das er ohne die Mithilfe seiner Kollegen <em>(Peers)</em> nicht in derselben Qualität hätte erzeugen können.</p>
<h3>Nacharbeit reduzieren</h3>
<p>Das Projekthandbuch, Anforderungen, Test-Spezifikationen, Design-Dokumente, Zeichnungen und alle anderen Arbeitsergebnisse, die im Projekt entstehen, enthalten Fehler und Unstimmigkeiten, ihnen fehlen Informationen, sie bergen Missverständnisse beim Lesen oder widersprechen schlicht den gültigen Standards und Eltern-Dokumenten. Das ist normal und unumgänglich.</p>
<p>Entscheidend ist, wann diese Unzulänglichkeiten entdeckt werden. Die Kosten für Nacharbeit steigen exponentiell zur Projektdauer. Eine missverständliche Anforderung lässt sich zu Beginn des Projektes noch leicht neu formulieren. Wenn aber erst ein Design und Source Code entstanden ist und erst bei einer Demonstration des fertigen Produktes beim Kunden herauskommt, dass etwas Falsches entwickelt wurde, sind die Kosten immens.</p>
<p>Frühe Fehlererkennung kann sogar den Zeitplan eines Projektes verkürzen, wie Studien belegen. Daher ist es wichtig, rechtzeitig Peer Reviews durchzuführen, um Nacharbeit <em>(Rework)</em> so gering wie möglich zu halten.</p>
<h3>Wissen weitergeben</h3>
<p>Viele sehen Knowledge-Transfer als einen der Hauptvorteile von Peer Reviews. Oft entwickelt nur ein einzelner Mitarbeiter an einem bestimmten Arbeitsergebnis. Der Ausfall dieses Mitarbeiters kann ein hohes Risiko für das Projekt darstellen. Durch Peer Reviews können Kollegen mit in die Details eingebunden werden, da sie sich als Prüfer intensiv mit dem Arbeitsergebnis beschäftigen. Auch zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter können Peer Reviews beitragen.</p>
<h3>Teamarbeit fördern</h3>
<p>Die Einbindung von Kollegen <em>(Peers) </em>zur Durchsicht eines Dokumentes fördert die Arbeit im Team. Ein Mitarbeiter, der an Peer Reviews als Prüfer mitwirkt, erhält ein umfassenderes Verständnis des Gesamtproduktes und kann die Kenntnisse für seine eigenen Arbeitsergebnisse verwenden. Ein Autor, der sein Arbeitsergebnis einem oder mehreren Peer Reviews unterzogen hat, kann sich mit den Prüfern über fachliche Inhalte austauschen, aktuelle Probleme diskutieren und so sein Arbeitsergebnis schneller und qualitativ hochwertiger fertig stellen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Peer Review – Versuch einer Definition</title>
		<link>http://prozessblog.de/20100122-peer-review-definition</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 23:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peer Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor wir uns näher mit Peer Reviews beschäftigen wollen, sollten wir mal klären, was denn ein Peer Review überhaupt ist. Das Wort Peer ist entscheidend, denn es geht darum, dass ich als Autor mein Dokument oder allgemein mein Arbeitsergebnis durch gleichgestellte Kollegen prüfen lasse. Die Peer Reviews unterscheiden sich dadurch wesentlich vom einem Management Review wie bspw. ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor wir uns näher mit <em>Peer Reviews</em> beschäftigen wollen, sollten wir mal klären, was denn ein <em>Peer Review</em> überhaupt ist. Das Wort <em>Peer</em> ist entscheidend, denn es geht darum, dass ich als Autor mein Dokument oder allgemein mein Arbeitsergebnis durch gleichgestellte Kollegen prüfen lasse. Die <em>Peer Reviews</em> unterscheiden sich dadurch wesentlich vom einem <em>Management Review</em> wie bspw. ein <em>Meilenstein Review</em> am Ende einer Projektphase, wo der Projektleiter das höher-gestellte Management davon überzeugen will, dass sein Projekt mit der nächsten Phase weitermachen kann.</p>
<p>Der Begriff <em>Review</em> lässt sich im Deutschen vielleicht mit <em>Durchsicht</em> übersetzen, aber <em>Review</em> ist so geläufig, dass es eine Übertragung ins Deutsche hier fehl am Platz ist. Diese Kollegen sehen sich also mein Arbeitsergebnis an und weisen mich idealerweise auf Fehler, Unstimmigkeiten, fehlende Informationen, Zweideutigkeiten oder Missverständliches hin. Dabei kann der Grad der Formalität sehr unterscheidlich sein und so definieren sich viele Firmen unterschiedliche <em>Peer Review Methoden</em> – doch dazu ein ander Mal mehr.</p>
<p>Damit ich als Prüfer (als <em>Reviewer</em>) entscheiden kann, was richtig oder falsch ist, brauche ich eine Referenz. Eine solche Referenz kann den Prüfern  in Form eine <em>Review-Checkliste</em> zu einem bestimmten Arbeitsergebnis-Typ vorliegen. Jedes Arbeitsergebnis sollte außerdem ein <em>High-Level-Dokument</em> haben, von dem es abgeleitet ist. So ist bspw. eine Design-Spezifikation von den Anforderungen abgeleitet und kann dagegen geprüft werden.</p>
<p>Zusammenfassend können wir uns also folgende Definition basteln:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ein <strong>Peer Review</strong> ist ein Prozess zur Verifikation eines Arbeitsergebnisses in einem bestimmten Zustand, bei dem kleine Teams gleichgestellter Experten durch manuelle Durchsicht Unzulänglichkeiten im Arbeitsergebnis aufdecken zur Sicherstellung von Korrektheit und Konformität zu Standards, Spezifikationen und Anforderungen.</em></p>
<p>Ich denke, mit dieser Definition können wir erstmal leben. Kommentare und Verbesserungen sind natürlich erwünscht. Nächste Woche schauen wir uns dann an, was <em>Peer Reviews</em> eigentlich bringen.</p>
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