Als eingetragener Verein (e.V.) organisiert bildet die Gesellschaft für System Engineering (GfSE) das deutsche Chapter von INCOSE. Ich habe mich vorhin mit Sven-Olaf Schulze, Vorsitzender der GfSE, unterhalten. Stolz präsentierte er mir die druckfrischen Flyer für die neue Ausbildung zum Certified Systems Engineer (GfSE).

Das Zertifikat wurde in den letzten zwei Jahren von der GfSE in Anlehnung an das INCOSE SE Handbook entwickelt. Es ist komplett auf deutsch und soll dem Berufsbild des System-Ingenieurs ein neues Profil geben.

Inhaltlich beinhaltet die Zertifizierung neun Trainingsmodule:

  • Grundlagen des Systems Engineering
  • Übergreifende SE-Schnittstellen
  • Schnittstellen zum Projektmanagement
  • Systems Engineering Management
  • Anforderungsmanagement und V&V
  • Realisationsprozesse
  • Querschnittsfunktionen
  • Operationelle Aspekte des SE
  • SE Soft Skills

Ab sofort kann man sich bei rücker+schindele (München) oder bei oose (Hamburg) zum Level C („Verstehen“) ausbilden lassen. Für 2012 ist Level B („Anwenden“) geplant; irgendwann folgt Level A („Beherrschen“), für das schon eine eigene Studienarbeit geschrieben werden muss.

Aber auch Level C hat es schon in sich und hat dadurch aber auch einen gewissen Wert.

  • Gesamtdauer etwa fünf Monate
  • Schulungsdauer je nach Anbieter etwa 12 Präsenztage
  • 2 Stunden Prüfung (durch TÜV Rheinland und GfSE-Assessoren)

Wie ich von Sven-Olaf Schulze erfahre, lassen sich Level C und Level B in die internationalen INCOSE-Zertifikate ASEP und entsprechend CSEP übertragen. Level A wird allerdings nicht für ESEP anerkannt werden. Für ESEP sind 25 Jahre Berufserfahrung notwendig. Die GfSE ist hier bewusst einen anderen Weg gegangen, da diese Anforderung nicht angemessen schien.

Weitere Informationen gibt es zukünfitg unter http://sezert.de.

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